Sponsoren
Hauptmenü

Bier und die Gesundheit


© Gerd Altmann / PIXELIO

Schon bei den alten Ägyptern wurde es gebraut, den Mönchen half es die Fastenzeit zu überstehen und im Mittelalter galt es wegen vorherrschender Lebensmittelknappheit als Grundnahrungsmittel. Heutzutage ist Bier vor allen Dingen als soziales Schmiermittel und Genussmittel beliebt. Doch im Gegensatz zur anderen legalen Droge, dem Rauchen, hat sein moderater Konsum viele Vorteile für Geist und Körper zu bieten.

So haben zahlreiche Studien belegt, dass ein maßvoller Alkoholkonsum im Vergleich zur Abstinenz das Risiko von Herzerkrankungen bei männlichen Probanden um 40 bis 60 Prozent verringern kann. Dies liegt unter anderem daran, dass Alkohol, in Maßen konsumiert, eine blutdrucksenkende Wirkung zugeschrieben wird. Darüber hinaus hat die "Harvard School of Public Health" noch festgestellt, dass moderater Alkoholkonsum die Bildung von Blutgerinnseln, die Arterien in Herz, Hals und Gehirn verstopfen, verhindern kann. Diese sind die Ursache für die häufigste Art von Schlaganfällen, dem ischämischen Schlaganfall. Auch gegen die Volkskrankheit Diabetes scheint zum Beispiel hin und wieder ein kühles Blondes nicht die schlechteste Wahl zu sein. So haben Forscher herausgefunden, dass gemäßigter Alkoholkonsum hier durch eine gesteigerten Insulinsensibiliät sowie entzündungshemmende Effekte die Entwicklung von Typ 2 Diabetes abwenden kann.

Neben lebensnotwendigen Mineralien und Vitaminen hat Bier zudem noch einen hohen Silikongehalt, der Knochenschwund entgegenwirken kann. Sogar das Gehirn scheint von leichtem Alkoholgenuss zu profitieren.

So kommt eine Studie zu der Schlussfolgerung, dass dieser die kognitiven Fähigkeiten bei Frauen erhöht, während eine andere Studie besagt, dass Erwachsene über 65 die zwischen eins und sechs alkoholischen Getränken pro Woche zu sich nehmen ein geringeres Demenzrisiko haben, als jene die abstinent bleiben oder wesentlich mehr trinken. Des weiteren wies eine Studie nach, dass moderat trinkende Menschen ein besseres gesundheitliches Wohlbefinden haben als Abstinenzler oder schwere Trinker, die wiederum häufiger über körperliche Gebrechen klagen. Bei den positiven Effekten die moderater Alkoholkonsum auf den menschlichen Körper hat wundert es nunmehr nicht, dass viele Studienergebnisse zeigen, dass dieser nicht der Gesundheit abträglich ist, sondern sogar die Lebenserwartung erhöhen kann. Dies ist um so mehr erstaunlich, da Bierkonsum in den Medien häufig mit negativen Begleiterscheinungen in Verbindung gebracht wird, wie etwa Übergewicht oder erhöhtem Krebsrisiko.

Im Falle von Übergewicht kann man wieder schön Paracelsus anführen und sagen, dass die Dosis das Gift macht. Bier enthält zwar kaum Fett, dafür aber Kohlehydrate und Alkohol. Dieses werden, sofern sie nicht durch zum Beispiel sportliche Betätigung direkt abgebaut werden, über Stoffwechselprozesse in Fett umgewandelt und eingelagert. Außerdem neigen übermäßig trinkende Menschen dazu mehr zu Essen, da man sich im betrunkenen Zustand überschätzt und Körpersignale wie zum Beispiel das Sättigungsgefühl nicht mehr so stark wahrnimmt. Ähnlich verhält es sich mit dem Rauchen. Menschen die übermäßig trinken werden auch viel häufiger rauchen. So wird eventuell die krebserregende Wirkung des Rauchens fälschlicherweise dem Bier oder generell dem Alkohol zugeschrieben. Nach derzeitigem Erkenntnisstand sind weder der Alkohol im Bier noch die alkoholischen Begleitstoffe oder die übrigen bisher bekannten Inhaltsstoffe karzinogen. Letzten Endes kann man sagen, dass moderater Bierkonsum absolut vertretbar ist und das man bei einer gesunden Lebensführung mit ausreichend Bewegung auch nicht den berüchtigten Bierbauch fürchten muss.