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Reinheitsgebot


© pan / PIXELIO

Das Reinheitsgebot ist eine Verordnung über erlaubte Inhaltsstoffe im Bier. Das heißt nur Hopfen, Malz und Wasser dürfen in das  Bier. Das Bayerische Reinheitsgebot trat am 23.04.1516 in Kraft und gilt noch heute. Damals wurden Brauer, die sich nicht an das Reinheitsgebot hielten bestraft. Er musste z.B.  sein schlecht gebrautes Bier bis in alle Ewigkeit selber trinken.

Es musste jetzt aus mehreren Gründen eine Verordnung geben, die zum Beispiel zur Preisregulierung  herangezogen werden konnte oder um das wertvolle Weizen und Roggen für die Lebensmittelherstellung zu sichern.
Zum Brauen war auf die Hefe nicht zu verzichten, im Bayerischen Reinheitsgebot aber taucht sie nicht auf. Der Grund dafür, sagt man, liegt darin, dass man zu dieser Zeit noch nichts über die Mikroorganismen wusste . Die Übernahme in das  Deutsche Reinheitsgebot wurde erst 1906  im deutschen Biersteuergesetz erklärt. Die Zusatzstoffverordung regelt die erlaubten Zusatzstoffe.  In Deutschland wurde für untergäriges Bier Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Wasser  zum Brauen zugelassen und für obergäriges Bier waren auch andere Malzsorten und Zuckerarten sowie Farbstoffe zugelassen.

Ausgenommen vom Reinheitsgebot waren Freizeitbrauer, die nur in ganz kleinen Mengen Bier brauten. Weiterhin galt es auch nicht für Biere, die für den Export bestimmt waren. Diese Regelung führte dazu, dass  in den Ländern verschiedenes Bier gebraut wurde. 1987 wurde durch eine Klage bestimmt das Bier, dass in Deutschland verkauft wird, sich nur Bier nennen darf wenn es nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut war. Das Biersteuergesetz regelt auch wann eine Zutat im Brauprozess  zugeführt werden muss. 1993 wurde das Biersteuergesetz neu verfasst, das Reinheitsgebot des alten Biersteuergesetzes wurde übernommen. Es wurden die Ausnahmegenehmigung für die Herstellung von besonderen Bieren und die abweichenden Zutaten bei Bieren, die exportiert werden, festgelegt.