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Bügelverschluss


© tommyS / PIXELIO

Flaschen mit einem Bügelverschluss sind unschlagbar. Immer mal wieder tauchen sie auf, und werden mit Vorliebe gekauft und benutzt.
Sie sind jetzt wieder ganz groß im Kommen. Das bedeutet aber auch, mehr Flaschen zu benutzen, die wieder verwendbar sind und somit besonders umweltschonend zu produzieren und zu konsumieren.
Der Bügelverschluss ist ein Zapfen, meist aus Porzellan, der mittels Drahtfeder eine Flaschenöffnung dicht verschließen kann. Ein Gummidichtungsring dichtet und schließt die Flaschen gut ab, und widersteht dem Druck, der vor allem durch den Kieselsäuregehalt entsteht.

Erfunden wurden Bügelflaschen und Bügelverschluss um 1875 in Berlin vom Fabrikanten Nicolai Fritzner. Es gibt auch Quellen, in denen davon ausgegangen wird, der in Wallmerod im Westerwald geborene Karl Hutter, habe diese Erfindung gemacht. Nach diesen Quellen soll er das Patent in den USA Ende des 19. Jahrhunderts angemeldet haben und die Erfindung als kreativer Unternehmer auch realisiert und vermarktet haben. Danach ging das Patent faktisch um die ganze Welt. Bis dahin konnten Korken und Gummizapfen ohne weitere Sicherung mit einem Draht oder einer Schnur schäumende Getränke nicht hinreichend absichern.
Schon 1780 gab es nicht mehr nur Ton-, sondern auch Glasflaschen. Damals waren sie meist nur grün. Ab 1800 etwa wurden dann auch braune Mund geblasene Glasflaschen hergestellt. Ein Patent für die Erfindung des Bügelverschlusses erhielt allerdings erst Nicolai Fitzner. Das war im Jahre 1877, und acht Jahre später hatte man die Idee, im Glas der Flasche zwei einander gegenüber liegende Vertiefungen anzubringen, worin der Bügel verankert wurde, die dann einen wunderbaren, sicheren Verschluss von Flaschen ermöglichten.

Solche Bügelverschlüsse an Flaschen wurden später nicht für Getränkeflaschen verwandt, sondern auch für Flaschen, die zu anderen Zwecken genutzt wurden. So wurden Flaschen mit verschiedenartigsten Ölen und Gewürzen auch auf diese Weise verschlossen. Auch Benzinkanister und Konservierungsgläser verschloss man auf diese Art.
Seit dem Beginn der achtziger Jahre ist der Bügelverschluss an Flaschen wieder besonders gefragt. Das Geräusch des „Plopp“, wie es in vielen Filmen bewusst verwandt wird, hat schon fast Kult Status bekommen. Marktführer bei der Verwebung von Bügelverschlüssen in Deutschland ist die Flensburger Brauerei in Schleswig-Holstein.