Bockbier

Das bekannte Bockbier, das heute fast weltweit getrunken wird, entstand bereits im Jahr 1240 in der ehemaligen Hansestadt Einbeck in Niedersachen, in der Nähe von Hannover. Da das Bier exportiert werden sollte, musste zugunsten einer längeren Haltbarkeit der Alkoholgehalt erhöht werden. So erreichte man eine höhere Stammwürze und erfand damit gleichzeitig auch das Bockbier. Solche Starkbiere können ober- wie aber auch untergärig sein. Sind sie untergärig, liegt die Stammwürze bei über 16% und wir als sogenanntes Schankbier eingebraut. Hier ist die Maische aufrgund von weniger Wasser etwas dickflüssiger.

Bockbiere haben die gleiche Zusammensetzung wie normale Biere. Dazu zählen Wasser, Malz und Hopfen. Im Gegensatz zu anderen Bieren aber, erhält das Bockbier zusätzlich noch Hefe, um den Stammwürzegehalt zu erhöhen und so einen kräftigeren Gschmack und einen höheren Alkoholgehalt zu gewinnen. In seltenen Fällen können auch Milchsäurebakterien eingesetzt werden, bei Bockbier jedoch untypisch.

Durch den vollmundigen Geschmack und der goldfarbenen Färbung des Bieres, ist seine Charakteristik unverwechselbar, was das Bockbier auch so beliebt macht. Besonders in der Weihnachtszeit, wenn es etwas kälter wird, wird das Bockbier gerne getrunken. Es passt zur Stimmung und wärmt aufgrund des erhöhten Alkoholgehaltes von bis zu 12% von innen.
Viele Bockbiere, darunter auch der Maibock und der Doppelbock, dessen Stammwürze bei über 18% liegen muss, werden in Bayern und in der Pfalz gebraut und getrunken. Der Maibock ist besonders im Norden beliebt. Grundsätzlich werden die dunkleren Bockbiere mehr im Süden, die helleren Starkbiere, wie der Maibock, vermehrt im Norden des Landes getrunken. Dabei ist zu beachten, dass helle Biere im Frühjähr ausgeschenkt werden, die dunklen im Winter.

In der früheren Zeit waren die Starkbiere auch als Fastenbiere bekannt. Diese Entwicklung stammt noch aus dem Mittelater. Da Getränke nicht unter die Fastenregel fallen, konnte man mit dem Trinken von Bockbier dafür sorgen, den Körper mit geügend Proteinen, Maltose und Kalorien zu versorgen. Auch wirkte das Starkbier aufgrung fehlender Filtrierung extrem sättigend. Besonders gut genießen lassen sich Bockbiere zusammen mit Gegrilltem oder einfachem, aber kräftig schmeckendem Brot, das sich hervorragend mit dem Geschmack des Bieres kombinieren lässt.