Deutsche Biersorten

Alkoholarmes oder alkoholfreies Bier:
Wo alkoholfrei drauf steht ist nicht immer alkoholfrei drin. Bei alkoholfreiem Bier darf der Alkoholgehalt noch bis max. 0,5 % betragen. Nach dem Brauprozess wird dem Bier auf verschiedene Weise der Alkohol entzogen.

Alt, Altbier:
Das Altbier ist ein dunkles obergäriges Bier. Es wird nach alter traditioneller Brauart gebraut, woher der Name „Alt“ rührt. Es gibt durchaus verschiedene Herangehensweisen dieses Bier zu brauen. Es kann so bitter oder auch süßlich ausfallen.

Berliner Weiße:
Ein von Hefe trübes, lange gelagertes und obergäriges Bier. Markant ist der säuerliche Geschmack. Durch Hinzufügen von Milchsäurebakterien in der Phase der Gärung wird die säuerliche Note erreicht. Bekannt ist die „Weiße mit Schuss“. Hiervon gibt es zwei Arten, die Weiße mit Waldmeister- oder Himbeersirup. Die dritte Variante „Weiße mit Strippe“ ist mit Kümmel „versetzt“.

Bock:
Bockbier ist ein untergäriges starkes Bier. Es gibt unterschiedliche Arten von Bockbieren wie z.B. Maibock, Doppel- oder auch Eisbock. Der Name „Bock“ lässt sich vom damaligen „Einbekschen“ Bieres ableiten. Erst wurde es zu „Oan Pockisch“ danach zu „Oan Pock“ letztendlich dann zum „Bock“.

Broyhan:
Broyhan hat seinen Namen von Cord Broyhan und wurde als erstes 1526 in Hannover gebraut, wo auch heute noch die einzige Brauerei steht, die dieses Bier braut. Es wird als Vorgänger des Altbieres gehandelt und enthält nur helles Malz und Hopfen als Gewürz.

Dampfbier:
Das obergärige Bier verdankt seinen Namen der Dampfmaschine. Es wurde mit ihrer Hilfe gebraut und erhielt daher seine markante Bezeichnung.

Dinkel:
Ein spezielles Bier, welches dem Weizenbier ähnelt. Statt Gerstenmalz wird beim Brauen Dinkelmalz verwendet.

Diät-Pils:
Beim Diätpils versucht man möglichst vollständig beim Gärprozess die Kohlenhydrate vergären zu lassen. Das Resultat ist ein sehr alkoholhaltiges aber auch kalorienarmes Bier. Der hohe Alkoholgehalt wird dann anschließend wieder entfernt.

Doppelbock:
Der Doppelbock ist ein Abänderung des normalen Bockbieres. Der Brauprozess ist identisch nur wird es mit dunklem Malz gebraut.

Eisbock:
Durch Gefrieren wird diesem Bockbier das Wasser entzogen. Der Alkoholgehalt wird somit anteilig erhöht.

Export:
Ein Bier, das weniger herb als ein Pilsbier ist, untergärig ist und eine Malznote im Geschmack hat. Es wird in zwei unterschiedliche Arten aufgeteilt. Eine ist die „Münchener Brauart“ (Export hell/dunkel), die andere die „Dortmunder Brauart“. Die „Münchner Brauart hell“ ist bei den „Einheimischen“ deutlich beliebter als die dunkle Variante, obwohl diese das Urgestein des Münchener Bieres darstellt. Generell ist die „Münchener Brauart“ im Vergleich weniger verbreitet, weist aber einen höheren Malzgehalt und weniger Hopfen auf.

Gose:
In Sachsen und Thüringen ein Traditionsbier. Wie auch bei der Berliner Weiße ist es beim Gose Tradition es mit Schuss zu trinken. Auch schmeckt es ähnlich erfrischend säuerlich. Es ist ein helles, obergäriges Weißbier.

Kölsch:
Eines der bekanntesten deutschen Biere ist das Kölsch. Es ist obergärig, hell und blank. Typisch für das Trinken des Kölsch ist das kleine 0,2 l Glas auch "Stange" genannt. Köln besitzt 16 Brauereien in seinem Gebiet und ist somit die Stadt, die die meisten Brauereien weltweit beherbergt. Sogar das Kartellamt hat die "Kölsch Konvention" anerkannt, die besagt, dass Kölsch nur in einem bestimmten Radius um Köln herum gebraut werden darf.

Kräusen:
Ein hefetrübes, ungefiltertes Bier. Nach der Zumischung von Hefe bildet sich an der Oberfläche des Bieres Schaum den man "Kräusen" nennt.

Lager/Lagerbier:
Der Begriff "Lager" steht im internationalen Vergleich für ein Qualitätsbier. Es ist ein recht einfaches und günstig herzustellendes untergäriges Vollbier.

Märzen:
Der Begriff des Märzenbieres wird hauptsächlich im Süden Deutschlands für dieses untergärige Lagerbier genutzt. Es hat einen malzigen, milden Geschmack durch die Verwendung von Spezialmalz. Seinen Namen verdankt es, wie zu vermuten ist, dem Monat März. Damals musste bis zum Ende des Winters dieses untergärige Bier gebraut worden sein (März), da im Sommer Brandgefahr beim Siedevorgang herrschte. Auch waren im Sommer die Temperaturen für den Herstellungsprozess von untergärigem Bier zu hoch. Im Ausland steht der Begriff Märzen für Oktoberfestbier.

Mumme:
…oder Schwarzbier. Man weiß nicht genau, ob der Namensgeber ein Herr Mumme war, oder ob der Name ganz einfach von der braunschweigischen Bezeichnung „Mumme = Dunkles Bier“ kommt. Fakt ist, dass es sich dabei um ein Malzextraktbier handelt und heute noch im Raum Braunschweig gebraut wird.

Pilsator:
Ein Bier aus Ostdeutschland, wie ein Pils nur nicht ganz so herb.

Pilsener:
Die Zutaten des Pilsener sind weiches Wasser, helles Malz und Hopfen. Die untergärige Hefe nicht zu vergessen. Das Pilsener wurde im Jahre 1842 das erste Mal gebraut. Es ist eher eine Brauart statt einer Biersorte, die vom Braumeister Josef Groll aus Bayern im böhmischen Pilsen praktiziert wurde. Pilsener ist „das“ Bier in Deutschland und erfreut sich, nicht nur dank seiner Goldfärbung, größter Beliebtheit.

Privat:
Privatbier ist eine andere Bezeichnung für Exportbier.

Rauchbier:
Durch einem über Holzfeuer getrocknetem Malz wird dem Rauchbier sein rauchiger Geschmack verliehen.

Roggen:
Obergärig und wie normales Weizen gebraut. Nur anstelle von Gerstenmalz wird Roggenmalz im Brauprozess verwendet.

Seefahrtsbier:
Ein sehr malziges Bier, welches nur am zweiten Freitag im Februar im Bremer Ratskeller gebraut wird, zur Schiffersmahlzeit. Damals hat man es vor dem Auslaufen den Seeleuten angeboten.

Spezial:
Typische Spezialbiere sind Biere, die nur zu speziellen Anlässen wie dem Münchner Oktoberfest gebraut werden. In den meisten Fällen handelt es sich um untergärige Biere.

Steinbier:
Aromatisches Highlight ist der karamellisierte Malzzucker, der, durch über Feuer erhitztem Natursteinen in die Maische getaucht, entsteht. Wie das Rauchbier hat auch das Steinbier einen rauchigen Geschmack.

Weizen:
Ein weiterer Klassiker unter den Bieren ist das Weizen oder Weißbier und wird mit Weizenmalz gebraut. Entstanden sein soll diese Variante, da in Bayern die Produktion von Gerstenmalz monopolisiert wurde. Es gibt die ungefilterte und die gefilterte Variante, das Hefeweizen und das Kristallweizen. Weizen kann auch dunkel sein, wenn dunkles Weizenmalz zum Brauen verwendet wurde.

Weizenbock:
Weizenbock wird wie normales Bockbier gebraut. Hinzugegeben wird aber Weizenmalz. Genau wie das Weizen kann es dunkel oder hell sein.